Update Crowdfunding

Zwei Tage läuft das Crowdfunding für «Ds Wort isch frii» auf 100-days.net und bereits sind über 1000 Franken zusammengekommen. Das ist grossartig und eine starke Motivation für meine Arbeit. Ich möchte an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an die 10 Personen aussprechen, die das Proekt bislang unterstützt haben!

Das Ziel, mindestens 2000 Franken via Crowdfunding zu sammeln, ist damit aber noch nicht erreicht. Es braucht weiterhin Unterstützung von möglichst vielen Leuten, um das Buch zu realisieren. Erzählt daher euren Freunden, Arbeitskollegen und Verwandten von dem Buchprojekt! Je mehr Leute davon erfahren, desto besser.

Stimmen zur Landsgemeinde #1: Jean-Jacques Rousseau

Unter dem Titel «Stimmen zur Landsgemeinde» werden an dieser Stelle in den nächsten Monaten verschiedene Persönlichkeiten zu Wort kommen, die ihre Gedanken zur Landsgemeinde äussern – historische Persönlichkeiten ebenso wie heute lebende, Glarner ebenso wie Auswärtige.

jean-jacques_rousseau_painted_portraitDer Genfer Philosoph Jean-Jacques Rousseau sah in der Versammlungsdemokratie das Ideal der Volksherrschaft. Er verachtete die repräsentative Demokratie, die er als eigentlich undemokratisch ansah. Dagegen bringe die Versammlung aller Bürger den wahren «volonté général» zum Ausdruck. Rousseaus berühmtestes Werk, «Du Contrat Social», enthält denn auch ein Loblied auf die Landsgemeindedemokratien (wobei sich der Philosoph auf den Landsgemeindeplatz in Appenzell bezog, wo tatsächlich eine Eiche steht):

«Quand on voit chez le plus heureux peuple du monde des troupes de paysans régler les affaires de l’Etat sous un chêne et se conduire toujours sagement, peut-on s’empêcher de mépriser les rafinemens des autres nations, qui se rendent illustres et misérables avec tant d’art et de mistères?»[1]


[1] Quelle: Jean-Jacques Rousseau (1943 [1762]): Du Contrat Social, S. 361. Übersetzung: «Wenn man sieht, wie bei den glücklichsten Völker der Welt Gruppen von Bauern ihre Staatsangelegenheiten unter einer Eiche erledigen und sich dabei immer weise benehmen, wie könnte man da ohne Verachtung für die Verfeinerungen anderer Nationen sein, die sich mit so viel Kunstfertigkeit und Heimlichtun berühmt und elend machen?»

Crowdfunding gestartet

Heute habe ich auf der Plattform 100-days.net ein Crowdfunding-Projekt gestartet, um einen Teil des Aufwands für das Buch zu decken. Mein Ziel ist es, damit innert 100 Tagen 2000 Franken zu sammeln.

Damit das gelingt, bin ich auf eure Unterstützung angewiesen! Wenn ihr das Projekt spannend findet, unterstützt es doch mit einem Beitrag und – wichtig! – erzählt es euren Freunden und Bekannten weiter, damit möglichst viele Leute auf das Buch aufmerksam werden.

Was schaut für euch dabei raus? Eine ganze Menge! Zum einen leistet ihr einen unglaublich wertvollen Beitrag zur Entstehung eines besonderen Buches. Zum anderen könnt ihr euch auch ein kleines Dankeschön abholen: Mit einem Beitrag von mindestens 50 Franken sichert ihr euch bereits jetzt das Anrecht auf ein Exemplar des Buches, das nächstes Jahr druckfrisch zu euch nach Hause geliefert werden wird. Bei höheren Spenden könnt ihr euch noch zusätzliche Goodies sichern, zum Beispiel ein Landsgemeinde-Quartett, eine Postkarte oder eine Privat-Führung von mir an der Landsgemeinde 2018.

Alles Weitere erfahrt ihr hier.

«Ds Wort isch frii» | Das Buch über die Landsgemeinde Glarus – herzlich willkommen!

Herzlich willkommen auf der Webseite http://www.landsgemeinde.gl! Auf dieser Webseite geht es um «Ds Wort isch frii», ein Projekt für ein Buch über die Landsgemeinde in Glarus.

Diese Webseite soll einen Überblick geben über das Buchprojekt. Ich werde regelmässig über den aktuellen Stand des Projekts informieren. Ebenfalls werde ich aktuelle Beiträge über die Landsgemeinde publizieren. Ausserdem werden an dieser Stelle, sozusagen als kleiner Vorgeschmack auf das Buch, verschiedene Persönlichkeiten zu Wort kommen – alte und junge, bekannte und weniger bekannte, verstorbene und quicklebendige, Glarner und Auswärtige – und ihre Gedanken zur Landsgemeinde äussern.

Zum Buch: Die Landsgemeinde übt eine grosse Faszination aus. Jedes Jahr strömen nicht nur Tausende Stimmbürger nach Glarus und Appenzell, sondern auch Hunderte von Besuchern aus anderen Kantonen und dem Ausland, um diese urdemokratische Versammlung zu verfolgen. Doch obwohl die Landsgemeinde offenbar auf ein reges Interesse stösst, gibt es kaum Literatur darüber, insbesondere keine, die sich an ein breiteres Publikum richtet. Diese Lücke möchte ich mit meinem Buch schliessen.

Ich lege den Fokus auf die Landsgemeinde in Glarus. Der erste Teil befasst sich mit der Geschichte der Institution. Er erzählt von wegweisenden Entscheiden und Entwicklungen, demokratischen Höhepunkten, aber auch üblen Missständen. Der zweite Teil spannt den Bogen zur Gegenwart und befasst sich grundsätzlicher mit dem Demokratiemodell der Landsgemeinde. Er geht auf die Vor- und Nachteile der Institution ein und stellt die Frage, die demokratisch die Urform der Demokratie eigentlich ist.

Das letzte Kapitel befasst sich mit der Zukunft der Landsgemeinde. Ist die Versammlungsdemokratie ein Auslaufmodell? Oder im Gegenteil ein demokratisches Vorbild in Zeiten von Vertrauensverlust in politische Institutionen und sinkender Beteiligung der Bürger an der Demokratie? Muss sich die Landsemeinde reformieren? Oder braucht es keine Anpassung der seit 1387 bestehenden Versammlung?

Das Buch befasst sich mit der Landsgemeinde, davon ausgehend aber auch mit grundsätzlichen Fragen der Demokratie. Es richtet sich sowohl an Leser im Kanton Glarus wie auch an solche von ausserhalb des Kantons, die sich für diese Demokratieform interessieren.

Die Publikation des Buches ist für Frühling 2018 geplant – pünktlich zur Landsgemeinde!

Möchten Sie das Projekt unterstützen? Hier erfahren Sie mehr.

Haben Sie weitere Fragen? Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren: lukas.leuzinger@gmail.com

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